Aktuelles

Planung des Symposiums 2021

Programm des zweiteiligen Symposiums

Videokonferenz 29. Mai 2021: 10 – 12 Uhr

Symposium 29. Oktober 2021 im Museum Arbeitswelt

PROGRAMM LINK

M a c h t : V e r n u n f t : W e i s h e i t

Technische Vernunft versus vernünftige Technik

Rationale Ökonomie versus lebensweltliche Vernunft

Die gegenwärtige Gesellschaft ist in allen Bereichen rational orientiert. Damit dominiert sie eine eingeschränkte Form von Vernunft, die vor allem kalkulatorisch agiert. Ihre Orientierungsparameter sind weitgehend auf Vermehrungs- und Optimierungsprinzipien, insbesondere auf Gewinnmaximierung reduziert. Die vielfach artikulierte, auch emotional auftretende Forderung nach Vernünftigkeit wird jedoch nicht nur von Proponenten, sondern auch von Kritikern des Systems immer wieder zum Ausdruck gebracht. Im ersten Fall lässt sich Vernunft als pragmatische und konzentrationskapitalistische Rationalität des aktuellen Mainstreams charakterisieren, während sie im letzteren Fall eher der ersehnten Weisheit, die ein gutes, verallgemeinerbares Leben erfordert, entspricht.

Historisch stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage, welche „Vernunft“ in welcher Zeit als gesellschaftsrelevant gesehen oder auch diktiert wurde. Je nach Personen- und Machtgruppierung wird ein jeweils als ideal angepriesenes Denkmodell als das „vernünftige“ und somit als die beste Ideologie vermittelt. Diese Parametrik findet sich in allen Gesellschaftsgruppierungen, vom Adel bis zur Arbeiterschaft. Ideologisch untermauert werden solch demagogische Vorgaben sowohl mit ständischen als auch nicht selten mit religiös abgeleiteten Parametern, die dann sogar den Anspruch einer Verabsolutierung erheben.

Das Symposium 2021 will demnach einerseits die Thematik der Vernünftigkeit in der Bandbreite von Rationalität bis zur Weisheit reflexiv ansprechen, durchaus mit dem Hintergrund, welche (Denk-) Kultur und welches Ethos – als Vernunft- bzw. als zeitbedingt vernünftig propagierte Systeme – jeweils die Basis bildet. Zum anderen könnte – als wesentlicher Fokus der Redtenbacher-Gesellschaft – die Frage nach der technischen Vernunft – samt ihren Möglichkeiten – und der Vernünftigkeit der Technik – bis hin zu ihrer Sinnhaftigkeit – kritisch reflektiert werden. Das wäre auch im Zusammenhang mit wirtschaftlichen Parametern zu sehen, die bekanntlich nicht unwesentlich die Interessen Technik leiten. Ihren Niederschlag finden diese Verschmelzungen schließlich in den alltäglichen Situationen unserer Lebenswelten, sprich unserer Gesellschaft. Die Skizzen dieser (transdisziplinär erörterten) Zusammenhänge zu veranschaulichen ist das Ziel des Symposiums, was mit dem Titel „Macht:Vernunft:Weisheit“ auf den Punkt gebracht werden soll.

Die Referent/innen werden gebeten, in ihren Statements durchaus auf die zugrundeliegenden Denkmodelle reflektierend einzugehen und dies zur Diskussion zu stellen. Intention ist die Einladung von Ferdinand Redtenbacher, sich über das Wohl der industriellen Gesellschaft den Kopf zu zerbrechen. Die zeitgemäße Adaption dieses Ansinnens bedeutet eben, über das global jedem einzelnen Menschen zuzusprechende Wohlergehen in einer durch Hightech dominierten Gesellschaftsstruktur transdisziplinär nachzudenken.

Aufgrund der gegenwärtigen Situation haben wir vorläufig den 8. Mai und 9. Oktober 2021 als Termine vorgesehen. Wir richten uns selbstverständlich nach den rechtlichen Vorgaben hinsichtlich Veranstaltungen.

Jour fixe vom Februar 2020

Jour Fixe Treffen der Redtenbacher Gesellschaft

Nach unseren inspirierenden Diskussionen in den vergangenen Jour fixe wollen wir diesmal einen Schritt weiter gehen und ein konkretes Thema für ein weiteres Symposium reflektieren. Angedacht ist dieses Symposium der Redtenbacher-Gesellschaft auch als Begleitprogramm der Landesaustellung 2021 „Arbeit. Wohlstand. Macht.“ Anschließend an unserer dialektischen Konzeption der früheren Symposien schlagen wir folgendes (Arbeits-) Thema vor: Macht und Vernunft.

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