Rückblick: Veranstaltung am 20. Oktober 2023
Die Veranstaltung wurde auf Video aufgenommen und kann hier betrachtet werden.
Begrüßung durch Präsident Enrico Savio:
Geleitworte von Bürgermeister Markus Vogl:
Einleitung:
Dr. Klaus Nippert, KIT Karlsruhe:
Dr. Mashid Sotoudeh (die Dame wollte leider nicht im Bild sein):
Ankündigung der Veranstaltung in den OÖN am 19.10.2023, Autor: Gerald Winterleitner


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Anlässlich des 160. Todesjahres des Steyrer Pioniers Ferdinand J. Redtenbacher findet eine Festveranstaltung mit zwei Vorträgen statt.
- “Wohlergehens-Technik”
- Technikbildung und Technikverantwortung
- 20. Oktober 2023
- Beginn: 16.30 Uhr
- Ort: Reithoffer Saal (Pyrachstraße 7, 4400 Steyr)
Hochentwickelte Technik dominiert unseren Alltag. Wirtschaftsunternehmen verwenden sie als besonders lukrative Basis für ihr Business. Die heutige Technik reicht weit in alle Lebensbereiche hinein, sodass sowohl noch nie dagewesene Annehmlichkeiten vorhanden sind, aber auch Kriege in nicht vorstellbarer Dimension ermöglicht werden. Die schon seit jeher gestellte Frage, was ist der Technik, den Techniker/innen erlaubt, ist wohl bei diesem Fortschritt noch dringender angebracht denn je? Wie weit dürfen die Techniker/innen gehen? Kann sich Technik auf die Wirtschaft oder Politik rausreden oder hat sie eine genuine Verantwortung und Verpflichtung? Ein großes Feld an Folgefragen eröffnet sich bei diesen Grundsatzüberlegungen, insbesondere jene nach der Person des Technikers, der Technikerin. Wie werden sie in ihr Metier eingeführt und gebildet? Als rein Ausführende ihres Faches ohne Hinterfragung ihrer Einbindung in die Gesellschaft und ohne ihres Ethos? Sind Techniker/innen auf eine Welt ohne ein Morgen konditioniert?
Für Ferdinand Redtenbacher als auch Persönlichkeiten, welche die Technikfolgen Abschätzung in Blick haben, sieht die Denkwelt der Techniker/innen anders aus als nur rein pragmatischen Leistungsträger/innen.
In diesem Sinne wird die Redtenbacher Gesellschaft anlässlich des 160. Todesjahres des Steyrer Pioniers F. J. Redtenbacher eine Festveranstaltung mit zwei Vorträgen anbieten. Dieses Symposium wird sich – insbesondere auch aus neuestem historischem Wissen über den Professor für Maschinenbau – mit kritischer Technikreflexion befassen. In Anlehnung an den Club of Rome, der im aktuellen Bericht von einer unumgänglichen „Wohlergehensökonomie“ spricht, soll diesbezüglich auf die Rolle der Technik eingegangen werden. Wie könnte das neue Bewusstsein dieser Spezialisten formuliert werden, das notwendig wäre, um die kritische Lage des globalen Zusammenlebens und dessen gravierende Probleme in die richtige Richtung zu führen. Die gegenwärtige (Welt)Wirtschaft beruht wesentlich auch auf technischen Entwicklungen. Wie damit umgehen, war nicht nur schon Redtenbachers Sorge, sondern sollte es wohl heute umso mehr sein. Um diese Thematik kompetent zu diskutieren, konnten wir zwei sehr interessante Referent/innen gewinnen.
Dr. Claus Nippert, Historiker und Archivar am KIT in Karlsruhe, hat Redtenbachers Bildungssystem anhand von Originaldokumenten erforscht. Demnach wird gezeigt wie umfassend er das Curriculum für Techniker damals aufgesetzt hatte. Seine Ausführungen werden unter dem Titel „Mathematik, Demonstration und kulturelle Erziehung. Die Entwicklung des Maschinenbaustudiums durch Ferdinand Redtenbacher an der Polytechnischen Schule Karlsruhe“ geboten.
Doz.in Dr. Mahshid Sotoudeh, Institut für Technikfolgen-Abschätzung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien, wird mit dem Thema „Soziotechnische Systeme und Partizipation für eine nachhaltige Entwicklung“ die brandaktuelle Situation der Technik in unserer Gesellschaft reflektieren. Fragen über Probleme und künftige Notwendigkeiten werden die Nachdenklichkeit, aber auch den dringenden Handlungsbedarf zur Sprache bringen.
